Zweite Bewerbungsrunde um Neue Top-Level-Domains

Top-Level-Domains – es wird gemunkelt, vermutet und spekuliert.

2021 soll das Bewerbungsfenster um Domainendungen, den sogenannten Top-Level-Domains, erneut öffnen. Zumindest, wenn man denjenigen Glauben schenken darf, die rund um die ICANN in verschiedenen Gremien an diesem Thema arbeiten.

Doch ICANN hält sich mit konkreten Terminen bedeckt. Hat die Dachorganisation doch selbst noch mit den Auswirkungen der ersten Runde zu kämpfen. Längst sind noch nicht alle Bewerbungen umgesetzt worden.

Doch gehen wir mal davon aus, es wäre so. Machen wir Sie dann mit diesem Thema zu früh vertraut? Es sind doch noch mehr als 2 Jahre bis dahin?

Internationale Domains zu registrieren ist eine komplexe Thematik. Sich um eine eigene Top-Level-Domain zu bewerben und diese ICANN-konform zu führen, ist vergleichsweise die Champions-League. Es sollte gut überlegt und – bei Entschluss – auch gut vorbereitet sein.
Ein großer Fehler, der im Jahr 2012 von vielen Bewerbern gemacht wurde, war der, sich mit der späteren Umsetzung der Endung nicht genügend auseinandergesetzt zu haben. Das Marketing wäre gefordert gewesen, Konzepte für eine erfolgreiche Einführung zu entwickeln. Schließlich sind es initial und darauffolgend jährliche Investitionen, die getätigt werden. Folglich sollten solche „Kollateralkosten“ in die Budgetplanung mit einbezogen werden.
Gerade für diesen zuletzt genannten Prozess, ist Zeit ein nicht zu unterschätzender Faktor. Der mahnende Finger ist daher nicht zu früh.

Als Pioniere führten die DomainExperten viele unserer Kunden durch eine erfolgreiche Bewerbung und managen seit zwischenzeitlich mehr als 8 Jahren TLDs, bzw. erwecken diese mit Domains zum Leben.
Falls Sie mit mit dem Gedanken spielen, Ihre Markenstrategie mittels einer eigenen Domainendung, sozusagen einem gesicherten Namensraum, auszubauen, liefern wir Ihnen sämtliche Informationen, die Sie für eine Entscheidung benötigen.

Von der Konzeptentwicklung, über die komplette Unterstützung bei der Bewerbung, bis zur dauerhaften organisatorischen und technischen Führung Ihrer eigenen Endung, erhalten Sie alles aus einer Hand.

Nutzen Sie die langjährige Erfahrung der DomainExperten mit der ICANN und sprechen Sie uns an.


Die DSGVO und die Änderungen zum Whois

Das Whois ist in unserer Domainwelt ein nicht wegzudenkendes Tool. Zeigt es uns doch an, ob unsere eigenen eingetragenen Daten (noch) stimmig sind oder – noch wichtiger – ob eine gewünschte Domain fremdregistriert ist und vor allem von WEM.

Die ab dem 25. Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird uns zumindest bei Letzerem einige Einschränkungen bescheren. Die wesentliche Änderung ist dabei in einem Satz beschrieben:

Es dürfen keine personenbezogenen Daten uneingeschränkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

DSGVO bewirkt hier also eine der größten Veränderungen in der Domainindustrie:

Ein bewachtes, geschlossenes, eingeschränktes Whois-System. Namen, Adressdaten Telefonnummern und/oder E-Mailadressen tauchen künftig nicht mehr auf oder werden durch anonymisierte Platzhalter ersetzt.

Im Folgenden stellen wir 3 Beispiele vor, die Ihnen die Änderungen (rot) verdeutlichen:

Den Anforderungen entsprechend, werden generell die Daten des administrativen Ansprechpartners „Data Protected“ sein. Da die des technischen Kontakts zumeist unpersonifizierte Rollen wie z. B. „Domainservice INDECA“ sind, werden diese ebenfalls weitestgehend im Whois erhalten bleiben.

Es handelt sich um eine reine EU-Verordnung. Insofern werden die technischen Herausforderungen der territorialen Abgrenzung sehr groß sein. Dass diese gemeistert werden müssen, steht außer Frage, denn die Strafen bei Nichteinhaltung sind drakonisch.

Die ICANN und deren angeschlossene Registries sind jedoch mit diesen Anforderungen hoffnungslos überfordert. Die EU-Kommission hat darauf reagiert. In einem erst kürzlich verfassten Schreiben an die ICANN betont die Kommission, dass Sie um die Komplexität des Whois-System wohl wisse. Die Frage, ob es hier einen Kompromiss gibt bleibt allerdings offen. Zumindest wird es eine Schonfrist zum Übergang geben. Wie lange diese gewährt wird, ist allerdings ungewiss.

Für Sie als Domaininhaber besteht kein Handlungsbedarf. Unsere Kunden, die eine eigene TLD betreiben, werden wir rechtzeitig über die zu ergreifenden Maßnahmen informieren.

Schlussendlich bleibt abzuwarten, wie sich das Verhalten der Grabber ändert. Schließlich werden hier Domains zum Zwecke des Wiederverkaufs registriert. Es wird daher ein gesteigertes Interesse bestehen, die Kontaktdaten öffentlich zu machen, um entsprechende Angebote zu erhalten.

Das Team der DOMAINEXPERTEN setzt sich gerne mit Ihren weiteren Fragen auseinander.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!