Root-server

Root-Nameserver

Der Begriff „Root-Nameserver“ fällt in Bezug auf die Namensauflösung immer wieder. Doch welche Funktionen haben diese Server? Warum sind sie die zentrale Anlaufstelle im Internet?

Derzeit gibt es 13 Root-Server, jeder erreichbar unter einer IPv4 Adresse. Jedoch nutzen diese Server „Anycast“ zur Lastverteilung, sodass die 13 Adressen tatsächlich von mehreren hundert Servern bedient werden.

Jeder ans Internet angeschlossene Rechner bekommt einen Nameserver zugewiesen welcher Domains wie zum Beispiel indeca.de technisch in Richtung Webserver (IP) auflösen kann. Hat dieser Nameserver, zum Beispiel einer der Telekom, keine Information zur angefragten TLD gespeichert, wendet sich dieser an die Root-Server.

Die angelegten Informationen in der Zone auf den Root-Servern beinhalten Namen und IP-Adressen aller Nameserver der Top Level Domains, darunter auch die der Server der TLD .de.

Die Root-Server geben die Information, welcher Nameserver für .de zuständig ist, an. Der Nameserver wiederum weiß, welcher Nameserver für die Domain „zuständig“ ist und die Namensauflösung durchführen kann. Dieser Nameserver wurde bei der Registrierung der Domain mitgegeben.

Damit dieser Prozess nicht bei jeder Anfrage erneut gestartet werden muss, hält der Nameserver diese Information eine gewisse Zeit bereit.

Veranschaulicht in dieser Grafik:

trestruktur

Quelle: http://www.norid.no/pics/trestruktur.en.png

Entsprechend enthält die Root-Nameserver-Zone nicht viele, jedoch entscheidende Informationen bereit. Änderungen an der Zone müssen in einem langen Prozess, unter Mitsprache des US-Handelsministeriums, bei VeriSign beantragt werden. Aufgrund dessen wird auch immer wieder Kritik an dem Einfluss der US-Regierung geübt.

Schreibe einen Kommentar