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Domains – Rechnung und Gegenrechnung

Vorab gesagt: Ich bin gelernter Kaufmann. Einer der einfachen Sorte. Ich habe Einkaufspreise sowie Betriebskosten und verkaufe etwas, nämlich Domains.

Zuerst eine einfache Rechnung: Wenn durch den Verkauf einer Domain, abzüglich den oben genannten Kosten etwas übrig bleibt, kann ich ruhig schlafen. Wenn nicht, habe ich ein Problem und muss mir schnellstens Gedanken machen, wie ich dieses löse.

Umso unverständlicher ist es für mich in entsprechenden Foren und Blogs zu lesen um wie viele Millionen man sich beispielsweise um eine Domainendung wie .TECH streitet. Der „Gewinner“ dieser Auktion musste satte US$ 6,76 Millionen berappen, damit er diese TLD betreiben darf.

Mit 128.000 registrierten Domains gehört die Endung .CLUB zu einem der Spitzenreiter in Sachen Registrierungszahlen (im vgl. .DE über 15 Mio. Registrierungen). Bei der Frage, wie hoch denn dann die Gebühren für den Betrieb dieser TLD sein müssen respektive wie viele Gebühren der Betreiber namens LLC für .CLUB-Domains verlangt, spitze ich sofort den Griffel.

Hypothetisch fällt es mir sehr schwer, hier schwarze Zahlen unter dem Strich zu finden. Also wird es für mich entweder ewig ein Geheimnis bleiben wie hier Geld in die Kasse kommt oder es wird sich meine Vermutung bewahrheiten, dass es schon in wenigen Jahren eine derbe Auslese aller neuen TLDs geben wird.

Der im Registry-Vertrag festgelegte „Notfallgroschen“, der einen Betrieb aufrechterhalten soll wenn Zahlungsunfähigkeit besteht, wird das Sterben einer Endung schlussendlich auch nicht aufhalten können. Was man nicht vergessen darf ist, dass sich unter einer solchen „Insolvenz-TLD“ unter Umständen Unternehmen mit entsprechenden Domains etabliert haben und mit Shops o. ä. wirtschaftliche Existenzen aufbauten und bewarben.

Wenn von heute auf morgen die Grundlage, sprich die Domain wegfallen würde, wird dies vermutlich schwere Konsequenzen für das betreffende Unternehmen nach sich ziehen.

Und hierfür gibt es leider keinen Notfallplan.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Zum einen Ranken die neuen Domainendungen auch auf Google. Leider werden dadurch alte Domainnamen inflationös. Besonders für kleinere Affiliate-Projekte können sich neue Domainnamen lohnen. Wer eine .hiv Domain kauft unterstützt hiermit zeitgleich einen guten Zweck und kann somit sein eigenes Unternehmen als sozial engagiert reputieren.

    Um große Marken aufzubauen sollte meiner Ansicht nach jedoch, doch besser eine .com Domain oder ähnlich nahmhaftes wie .de verwendet werden.

  2. Pingback: Wohin geht die „.reise“ ? - Domainexperten Blog

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