New gTLD – Das Geschäft mit den Premium-Domains

Viele User sind der Ansicht, die New gTLDs seien nur eine weitere Möglichkeit mit Domains das große Geld zu machen. Durch die aktuell verstärkte Einführung der sogenannten Premium-Domains wird dieser Eindruck allerdings noch weiter bestärkt.

Was verbirgt sich dahinter?
ICANN erlaubt jedem Betreiber einer TLD die völlige Handlungsfreiheit bei der Preispolitik. So denkt man, sollte sich doch gemäß dem ersten Gesetz der Wirtschaft: „Angebot und Nachfrage“, der Handel automatisch regulieren. Dass dies aber eine Schwarz-Weiß-Malerei ist, zeigten wir bereits am Beispiel .sucks in einem unserer anderen Blogbeiträgen.

Neben der bereits erwähnten .sucks, werden auch so manch andere Endungen wie .rich, .luxury und .diamonds, sehr hochpreisig aufgestellt. Betreiber der einzelnen Domains unter diesen und anderen Endungen, schlagen preislich in exorbitanterer Weise erbarmungslos zu.

Die betreffenden Domains werden dabei sehr gezielt ausgewählt. Beispielsweise sind es generische Begriffe, die in Verbindung mit der entsprechenden TLD einen sehr populären Charakter aufweisen. Diese sprechen natürlich erwartungsgemäß eine breite Masse an. Hier sind .poker, .game, .lastminute, .flights oder .messe und .events recht gute Beispiele dafür.

Wir können hierfür kein Verständnis aufbringen. Denn für uns hört der Spaß bei Premium-Domains spätestens bei den Markenbegriffen auf. Unserer Ansicht nach grenzt es an digitale Wegelagerei. Es ist mit nichts zu argumentieren, dass große Unternehmen ihren Namen für viele TLDs durch horrende Domaingebühren quasi nochmals teuer einkaufen müssen, um sie zu schützen oder zu nutzen.

Die Automobilindustrie scheint hierbei besonders betroffen zu sein. Ob Volkswagen, Audi, Porsche oder auch Mercedes, alle scheinen gleichermaßen unter dieser Willkür zu leiden. Anscheinend sind die TLD-Betreiber der Meinung, dass hier der Geldbeutel besonders locker zu sitzen scheint. Viele Einzelfälle sind uns bekannt, werden jedoch aus Gründen des Kundenschutzes nicht genannt.

Sie können jedoch versichert sein, dass uns ein ums andere Mal, ob solcher Dreistigkeit, sprichwörtlich der Bissen im Halse stecken blieb.

INDECA kann hier nur raten, solidarisch solchen Versuchen mit Ignoranz gegenüberzutreten.
Dann wird auch das besagte Wirtschaftsgesetzt wieder seine Wirkung zeigen.

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