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New gTLD – brechen die Root-Nameserver unter einer neuen Anfragewelle zusammen?

Vor wenigen Tagen veröffentlichte ICANN einen neuen Report der Beunruhigendes erahnen lässt.

In diesem Bericht (http://www.icann.org/en/news/announcements/announcement-3-05aug13-en.htm) wird gefordert, dass untersucht werden muss, ob die Einführung der neuen gTLDs zu Namenskollisionen führen kann. Ermittelt wurde bisher, dass die Root-Server bei ICANN schon heute für eine zukünftige gTLD wie z.B. .broker 9 Anfragen am Tag bekommen, für .berlin gar 61 und für .home über 500.000. Anfragen pro Tag. Ein Teil dieser Anfragen kommt von einfachen Vertippern im Browser, ein Großteil jedoch vermutlich aus schlecht konfigurierten Netzwerken, die z.B. Servernamen wie .broker haben.

Derzeit kann man nicht genau sagen kann, welche Auswirkungen diese Welle hat. Zur Lösung dieses sicherlich ernsten Problems schlägt ICANN ein dreistufiges Vorgehen vor: Es gibt 3 Kategorien “high risk”, “uncertain risk” und “low risk”.

TLDs, die als „low risk“ eingestuft wurden, sollen eine mindestens 120-tägige Beobachtungsphase ab Vertragsunterzeichnung durchlaufen, ehe die erste Domain online geht. Stärker betroffene gTLDs mit „uncertain risk“ wie .berlin sollen hingegen eine 3-6 monatige Studie abwarten, ehe entschieden wird, wie mit ihnen verfahren wird.

Der Ausschrei unter den Bewerbern ist natürlich groß, da hier verständlicherweise wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die 2 TLDs mit „high risk“, .corp und .home es wohl schwer haben zugelassen zu werden.

Unser Haus ist indessen erleichtert erfahren zu haben, dass es für unsere 5 TLD-Bewerbungen keine oder kaum eine Verzögerung geben wird, da alle Bewerbungen seitens der Beurteilung der ICANN als „low risk“ eingestuft wurden.

Es bleiben jedoch zu diesem Zeitpunkt noch viele Fragen offen und ICANN wird es – wie immer – spannend machen…

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