Domainregistrierungszahl

Domainregistrierungen je nach Wirtschaftslage

Das Forschungsinstitut CENTR veröffentlichte kürzlich Forschungsergebnisse einer Studie, welche sich mit dem TLD-Wachstum zwischen 2008 und 2013 beschäftigte.

Marketing Manager Michiel Henneke von SIDN, der NL-Registrierungsorganisation, berichtete erstmals in einem Blog-Post darüber.

Laut Henneke war das Ziel der Forschung, Muster in der Entwicklung von TLDs zu identifizieren und zu erklären. Sein besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Korrelation zwischen der Anzahl-Entwicklung von Domain-Namen und der allgemeinen wirtschaftlichen Situation.

„Within the domain name industry, it is generally recognised that domain growth has slackened since 2008. But is that due to the economic downturn, which began in that year? Or is it because all the most attractive domain names have already been taken? Is the market simply saturated?“

In der Forschung wurde festgestellt, dass die Domainregistrierungszahlen seit 2008 rückläufig waren. Dabei kam die Frage auf, ob dies die Folgen der Wirtschaftskrise sind, welche in dem Jahr angefangen hatte oder ob alle interessanten Domains bereits vergeben und der Markt gesättigt war.

Die plakativste Verbindung besteht zwischen der Zahl von Neuregistrierungen und dem globalen Handelsvolumen. Sehr oft ging, laut den Forschungsergebnissen, dem Wachstum von Neuregistrierungen eine Steigerung der Handelsvolumen um fünf bis sieben Prozent voraus.

Weiterhin zeigte die Untersuchung, dass sich in der ersten Hälfte des Jahres 2012 der TLD-Wachstum rückläufig entwickelte, wobei eine schlüssige Erklärung nicht gefunden wurde. Die Studie hebte deshalb zwei Hypothesen hervor:

  • Eine Verknüpfung zu den Änderungen im Google-Suchalgorithmus
  • Eine Verknüpfung zu ICANNs Ankündigung bezüglich der neuen gTLDs

Dabei ist für Henneke die zweite Hypothese schlüssiger. Ab der Hälfte des Jahres wurde das Wachstum in den Registrierungszahlen wieder deutlich erhöht, als klar wurde, dass der gTLD-Prozess deutlich länger dauern würde als erwartet. Somit wurden bei den Unternehmen wieder Gelder und Ressourcen frei, um in die bestehenden TLDs zu investieren.

In seiner abschließenden Beurteilung nennt Henneke die Marktsättigung, welche ein Indikator für die Entwicklung von Domainregistrierungen sein kann. In jedem Fall ist aber die wirtschaftliche Situation im entsprechenden Land ein Faktor – vor allem auf kurz- und mittelfristiger Sicht. Für Schwankungen in den Domainregistrierungszahlen lassen sich auch Erklärungen finden, welche keine Verbindung zur Ökonomie haben, jedoch fehlen hierfür harte Beweise.

Der vollständige Beitrag von SIDN‘s Marketing Manager Michiel Henneke ist zu finden unter:
https://www.sidn.nl/en/weblog/news/article/verband-tussen-aantal-domeinnamen-en-economie-1/

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