Der Spitzenreiter .com

Egal ob Anfänger oder Experte im Domaingeschäft, jeder weiß, dass .com die erste Wahl ist, wenn es um den Kauf eines Domainnamens geht. Sofern ein Unternehmen bereits eine Domain unter .com nutzt, ist es riskant dieselbe Domain unterhalb .net oder .org zu sichern.

Dies könnte auf potentielle Kunden unprofessionell oder nicht vertrauenswürdig wirken und den Kunden im schlimmsten Fall zur deutlich populäreren und etablierteren .com-Variante treiben. Mit den erweiterten Möglichkeiten, die new gTLDs bieten, wollte ICANN dagegen steuern.

Obwohl schon immer auch andere generische Endungen existieren, war der Wert einer .com dennoch ungleich größer, als der der Konkurrenz. Dies trifft besonders auf kurze Domainnamen zu. Die Domain beer.com ist dafür ein starkes Beispiel: Sie ging in 2014 für ganze 7 Millionen Dollar über die Ladentheke.

Um mehrere unterschiedliche TLDs zu verbreiten und gleichzeitig die Gewinne durch Domainregistrierungen zu maximieren, hat ICANN 2013 die Bewerbungsphase für die new gTLDs gestartet. Seitdem interessieren sich Unternehmen für die Etablierung ihrer eigenen Markennamen als TLD, aber auch für frei registrierbare TLDs wie .music, .inc, .online oder .media. So kam eine Gesamtzahl von etwa 500 generischen TLDs zustande.

Noch immer hat .com die Vorherrschaft im Domaingeschäft und dies wird vermutlich auch die nächsten Jahre so bleiben. Einige new gTLDs verbuchen dennoch riesige Erfolge, trotz des übermächtigen „Gegners“ .com:

Domain names .club .berlin .xyz
Number of Domains Sold First Year 215,066 156,532 940,340
First Day Sales 27,030 31,950 19,664

Den „Gewinnern“ unter den new gTLDs stehen naturgemäß einige Verlierer gegenüber. Diese haben derzeit Registrierungszahlen von nicht einmal 1.000 Domains pro TLD:

Domain names .airforce .rodeo .gripe
Number of Domains Sold First Year 244 267 863
First Day Sales 65 2 6

Es bleibt abzuwarten, ob und wie lange sich .com an der Spitze halten kann. Sicher ist jedoch, dass derzeit keine new gTLD eine ernsthafte Konkurrenz darstellt. Dies hängt selbstverständlich auch damit zusammen, dass .com inzwischen seit mehreren Jahrzehnten etabliert ist.

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