Richterhammer und Tastatur.

Auction-Action

Es ist mittlerweile bekannt, dass mehrere Bewerbungen auf begehrte neue Domain-Endungen von unterschiedlichen Firmen laufen. Es ist auch bekannt, dass, sollten sich die Bewerber nicht untereinander einig werden, die entsprechenden TLDs per Auktions-Verfahren an den Meistbietenden übergehen.

Und genau hier macht die ICANN ernst: Die Regeln für die „Last Resort Auction“ stehen seit November fest.

Im Topf liegen aktuell 205 Domain-Endungen, die auf diese Weise veräußert werden, darunter auch die heiß begehrten Endung .app (12 Bewerber) sowie .art (10 Bewerber). Geboten wird im Auktionshaus Power Auctions LLC in Washington DC nach dem Modellverfahren „ascending clock“, in welchem die Bietenden in einer genau definierten Zeitspanne ihr Angebot abgeben müssen. Die Auktionen finden privat unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Weiterhin müssen die Bewerber als Sicherheit 10% Ihres voraussichtlichen Höchstgebots, maximal 2 Mio. US$ pro nTLD hinterlegen und dürfen gleichzeitig nur an maximal 5 Auktionen teilnehmen.

Nach gewohnter Manier sind diese Informationen „the near final version“, somit bleiben Änderungen im Prozedere vorbehalten und es lohnt sich für die Bewerber allemal, bei der ICANN immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Die ICANN sprach erneut einen Appell an alle Teilnehmer aus, eine Einigung vorab zu finden. Für einige Bewerber hat sich diese Methode schon bewährt: Top Level Domain Holdings konnte zusätzliche Einnahmen von 4,81 Mio US$ erwirtschaften, indem Sie auf die Bewerbung von .website und .lawyer verzichteten.

Amüsante Randinformation: Bisher hat die ICANN noch kein Bankkonto, auf dem die Auktionserlöse eingezahlt werden könnten!

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